Sie befinden sich auf den Internetseiten von VIVA FAMILIA - Servicestelle für Lokale Bündnisse in Rheinland-Pfalz.
direkt zur Hauptnavigation direkt zum Inhalt


Wie beliebt sind soziale Netzwerke 1 wie Facebook, wer kennt wen oder SchülerVZ unter Jugendlichen?
Soziale Netzwerke im Internet sind sehr beliebt und sie werden auch stark genutzt. Nach der aktuellen JIM-Studie - hier werden regelmäßig Jugendliche zwischen zwölf und neunzehn Jahren zu ihrem Umgang mit Medien befragt - nutzen drei Viertel der Jugendlichen aktiv die sozialen Netzwerke, vor allem Facebook.
Was machen die Jugendlichen denn da?
Erst einmal erstellen sie sich ein Profil, das heißt eine Seite mit persönlichen Informationen. Hier wird abgefragt, wie alt sie sind, welche Schule sie besuchen oder welche Ausbildung sie machen. Auf dieser Seite können sie Fotos einstellen, über ihre Hobbies und ihre Interessen informieren, verraten, welche Musik, welche Bücher sie mögen und sich mit anderen vernetzen. Sie posten2, was sie gerade so machen. Im Grunde ist das so ähnlich wie früher das Telefonieren nach der Schule: Sobald man zuhause ist, ist man in der Regel auch online. Die Jugendlichen chatten3, sie schreiben auf die Pinnwand von Freunden oder zeigen die Fotos von der letzten Party. Auch machen sie den Freunden ein Video zugänglich, das sie bei youtube4 gefunden haben. Die Möglichkeiten sind vielfältig.
Was reizt die jungen Leute daran?
Zum einen finden sie es interessant, miteinander zu chatten und so Kontakt zu haben. Fast jeder Haushalt hat heute eine Flatrate5, problemlos können die Jugendlichen den ganzen Tag im Netz unterwegs sein. Zum anderen nutzen sie die sozialen Netzwerke dafür, sich selbst darzustellen. Das ist gerade in der Jugendphase wichtig: Jugendliche probieren sich aus, testen ihre Wirkung auf andere. In den sozialen Netzwerken bekommen sie sehr schnell eine Rückmeldung, was gut ankommt. Und sie kommen ins Gespräch mit Gleichgesinnten, können sich austauschen über aktuelle Themen.
Das klingt ja ganz nett - wo ist das Problem?
Schon bei der Anmeldung werden von den Anbietern viele Informationen abgefragt. Und je nachdem wie man seine Sicherheitseinstellungen vorgenommen hat, können diese Daten von beinahe jedem gelesen werden. Das sollte den Jugendlichen bewusst sein. Sie sollten sparsam umgehen mit persönlichen Daten, und sie sollten sich fragen, wem sie ihre Fotos zugänglich machen wollen. Darf wirklich jeder die letzten Partybilder sehen? Überall, wo Kommunikation stattfindet, kann es auch zu Mobbing kommen - auch das ist ein Problem. Und so schön es auch sein mag viele "Freunde" zu haben, man sollte sich nicht wahllos mit Fremden vernetzen. Es kann passieren, dass sich Erwachsene als gleichaltrig ausgeben, um Kinder und Jugendliche sexuell zu belästigen.
Ist es da nicht besser, wenn Eltern versuchen, die Kinder von diesen Netzwerken fernzuhalten?
Das können Eltern nur schwer verbieten, denn in diesen Netzwerken ist mittlerweile die ganze Klasse, der ganze Sportverein drin. Ob es um Verabredungen für den neuesten Kinofilm geht, Informationen über die nächste Klassenarbeit - die ganze Kommunikation läuft heutzutage über diese Netzwerke. Da sind Jugendliche ganz schön abgehängt, wenn sie nicht mitmachen dürfen. Eltern können aber darauf hinwirken, dass bestimmte Regeln beachtet werden, und ein Bewusstsein dafür schaffen, dass man nicht alles posten sollte. Einen kompetenten und kritischen Umgang mit den neuen Medien kann man schließlich lernen.
Anmerkungen der Redaktion:
1 Web-Communities, die einen Treffpunkt und eine Vernetzung von Menschen sowie
die Kommunikation und Interaktion zwischen Menschen auf einer Online-Plattform
ermöglichen können.
2 einen persönlichen Beitrag in einem sozialen Netzwerk veröffentlichen
3 sich online mit einander unterhalten
4 eine Videoplattform
5 Pauschaltarif für Telefonie und Internet
Links:
Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.: "Medien-kompetenz", Online-Fortbildung für Eltern.
www.elearning.lzg-rlp.de
Zugangsschlüssel erhältlich per E-Mail an: elearning@lzg-rlp.de
Thema Soziale Netzwerke auf www.klicksafe.de
klicksafe-Spot zur Sicherheit im Netz
klicksafe-Flyer „Sicherer in Sozialen Netzwerken – Tipps für Eltern“
Leitfäden zum Schutz der Privatsphäre in Sozialen Netzwerken – Facebook
Der Landesbeauftragte für den Datenschutz Rheinland-Pfalz (Hrsg.):
Die Schöne Neue Welt von SchülerVZ, WKW & Co, Broschüre mit Informationen und Tipps zum Schutz der Privatsphäre
Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz e.V., Flyer: Spaß im Netz – aber sicher?! Was du bei Communitys beachten solltest!
www.vz-rlp.de
Literatur:
Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.: Kinder & Medien, Elterninfo 4
www.lzg-rlp.de/service/elterninfos/elterninfo-4-kinder-medien/
Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V.: Medienplan und Medientagebuch für Erwachsene und für Kinder, kostenfrei (gegen Rückporto) erhältlich. Bestellung und Information unter Telefon 06131 / 20 69 12 oder rkrzistek@lzg-rlp.de