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Klettern - Wintersport für die ganze Familie?

In den nass-kalten Wintermonaten kehrt mit Plätzchenduft und Kerzenschein bei vielen Menschen ein latenter Bewegungsmangel ein. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, im Winter aktiv zu sein – zum Beispiel beim Indoor-Klettern in bundesweit etwa 200 Kletterhallen. An Indoor-Kletterwänden sind Griffe verschiedener Größe und in unterschiedlichen Abständen montiert. So ergeben sich unterschiedliche Routen und Schwierigkeitsgrade – für Anfänger und Fortgeschrittene. Da man immer von einem Partner gesichert werden muss, ist Klettern ein gemeinsamer Sport – zum Beispiel für die Familie.

Klettern folgt einem natürlichen Bewegungsablauf und fordert den Körper ganzheitlich. Zum einen wird die Kraft der gesamten Muskulatur trainiert, zum anderen die Ausdauer. Klettern fördert die Koordination, die Beweglichkeit, das Gleichgewichtsgefühl, die Konzentrationsfähigkeit und partnerschaftliches, verantwortungsbewusstes Verhalten, da jeweils einer den anderen sichern muss.

Richtig durchgeführt ist Klettern in der Halle relativ ungefährlich. Man sollte aber unbedingt mit einem Kletterkurs, angeleitet von einem zertifizierten Kletterlehrer, beginnen. Solche Kurse bietet beispielsweise der Deutsche Alpenverein (DAV) in seinen Kletterhallen an, aber auch andere Kletterhallen haben professionelle Lehrkräfte. Die Kurse dauern in der Regel ein bis zwei Tage.

Klettern macht insbesondere vielen Kindern Spaß, weil es eine Abenteuer- und Erlebnissportart ist. Bereits im Vorschulalter können Kinder unter der Begleitung und Anleitung von Erwachsenen anfangen zu klettern. Genügend Kraft ist vorhanden - allerdings nur für eine kurze Zeit. Gerade Kindern sollte man von vorneherein die Risiken des Kletterns verdeutlichen – ohne ihnen Angst zu machen. Kinder machen ihre ersten Klettererfahrungen am besten unter Anleitung an einer speziell für sie gebauten so genannten „Boulderwand“ (engl.: boulder = Felsblock). Beim Bouldern wird in geringer Höhe (Absprünghöhe) ohne Seil geklettert. Um Stürze und den Absprung abzufedern, werden Matten ausgelegt.

In Rheinland-Pfalz gibt es derzeit 13 Kletteranlagen, 5 davon werden vom Deutschen Alpenverein (DAV) betrieben - unter anderem seit 2005 die „Kletterkiste“ der DAV-Sektion Mainz. Die Halle in Mainz-Mombach hat eine Wandfläche von rund 600 Quadratmetern und 13 Metern Höhe und bietet über 70 abwechslungsreiche Kletterrouten in den Schwierigkeitsgraden 2 bis 10. Ein spezieller Schulungsbereich für Einsteiger ist ebenso vorhanden wie eine Kinderkletterwand. Auch wer kein DAV-Mitglied ist, kann die „Kletterkiste“ besuchen, muss allerdings etwas mehr Eintritt zahlen.

Links:

Deutscher Alpenverein (DAV)

DAV Sektion Mainz

DAV-Kletterhalle Mainz-Mombach

DAV-Kletteranlagen bundesweit und in Rheinland-Pfalz, viele haben auch eine Kinderkletterwand: www.dav-kletteranlagensuche.de

Literatur:

Gabi Flecken, Detlef Heise-Flecken: Klettern in der Halle. Ausrüstung - Sicherheit - Technik – Methodik, Meyer & Meyer Sportverlag 2008, ISBN: 3-8989-9296-9, 136 Seiten, 14,95 Euro.

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